
Von 17.-19. April 2024 fand in der Stadt Groningen im Norden der Niederlande eine große internationale Konferenz zum Thema Free Flowing Rivers (frei fließende Flüsse) statt. Fokus der Konferenz mit rund 450 Teilnehmer*innen war der Schutz und die Wiederherstellung frei fließender Flüsse – eine perfekte Gelegenheit also, das IRIS-Projekt einem breiten Fachpublikum vorzustellen und neue Kontakte zu knüpfen.
In jeweils fünf parallelen Sessions wurden von rund 130 Vortragenden verschiedenste Aspekte von Free Flowing Rivers beleuchtet. Die Themenpalette reichte von EU-weiten Strategien über Ziele und Nutzen von Nature Based Solutions (naturbasierte Lösungen), Auswirkungen von Renaturierungen auf die Ökologie und den Menschen bis hin zu River Restoration Tools und konkreten Renaturierungsprojekten. Zwei Sessions waren der Präsentation von erfolgreichen LIFE-Projekten gewidmet. Das IRIS-Projekt war bei der Konferenz durch die beiden Projektleiter*innen Helena Mühlmann und Martin Wenk mit einem Vortrag und einem Poster vertreten.

In dem umfangreichen Rahmenprogramm der Konferenz, das eine Vielzahl von Aktivitäten wie Workshops, Exkursionen und sogar eine „Free Flow Yoga“-Session umfasste, hatte das IRIS Team viele Gelegenheiten, sich mit internationalen Expert*innen aus unterschiedlichen Bereichen auszutauschen. Die Vernetzung von Wissenschaft, Verwaltung, NGOs und auch Umweltaktivist*innen ist besonders wichtig, um gegenseitiges Verständnis zu schaffen und gemeinsame Ziele zu verfolgen.

Heute befinden sich viele europäische Flüsse in einem eher schlechten Zustand und der Rückgang der Artenvielfalt in Süßwasserökosystemen in ganz Europa stellt ein großes Problem dar. Österreich ist da keine Ausnahme. Mehr als die Hälfte der österreichischen Flüsse erfüllt derzeit die Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie nicht. Grund dafür sind vor allem die starke Regulierung vieler Flüsse und die Auswirkungen des Kraftwerksbetriebs. Ökologische Ziele kommen häufig zu kurz.


Im modernen Flussmanagement ist es daher wichtig, Lösungen zu finden, die ökologische Ziele und Hochwasserschutz vereinen. Und genau darum geht es im IRIS Projekt. Um Hochwasserschutz und ökologische Ziele miteinander in Einklang zu bringen, geht IRIS neue Wege im Flussmanagement. Anstelle verschiedener, lokaler und teils sogar widersprüchlicher Einzelprojekte werden im IRIS-Projekt Maßnahmenkonzepten für den gesamten Flussraum entwickelt. Dieser Ansatz stieß bei der Konferenz auf reges Interesse.


Um den internationalen Wissensaustausch zusätzlich zu fördern, hat IRIS ein Bulletin mit den wichtigsten Erkenntnissen aus den Projektphasen 1 und 2 zusammengestellt. Das Bulletin steht in englischer und deutscher Sprache zur Verfügung und kann über den Button heruntergeladen werden.
LIFE IP IRIS
Bundesministerium Land- und Forstwirtschaft, Klima und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft
Stubenring 1, 1010 Wien, Österreich
Tel.: (+43 1) 711 00 0
Fax: (+43 1) 71100- 606503
info@life-iris.at
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