Fachlicher Austausch mit Slowenien

LIFE-IP NATURA.SI zu Besuch bei IRIS

Fachlicher Austausch mit Slowenien

LIFE-IP NATURA.SI zu Besuch bei IRIS

Am 8. und 9. April 2025 hatten wir Besuch von rund 20 Expertinnen und Experten aus Slowenien. Die Gruppe war Teil des LIFE-IP NATURA.SI Projekts, ein Projekt, das das Management von Natura 2000 Gebieten in Slowenien verbessern soll.

Ziel des zweitägigen Besuchs war es, Erfahrungen auszutauschen, fachliche Einblicke zu ermöglichen und internationale Kooperationen zu stärken.

Tag 1: Fachlicher Austausch im BMLUK

Der erste Tag fand bei uns im BMLUK (Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima und Umweltschutz, Regionen und Wasserfirtschaft) in Wien statt. Im Mittelpunkt standen Themen wie:

  • Integrative Planung
  • Umsetzung von Renaturierungsmaßnahmen
  • Flächenakquise für Naturschutzprojekte
  • Einbindung und Zusammenarbeit mit lokalen Stakeholdern

Ein Highlight waren auch zwei spannende Gastbeiträge:

Jan Köck (BMLUK) präsentierte die Österreichische Auenstrategie,  Lisa Wolf stellte das internationale LIFE-Projekt LIFE Restore for MDD vor – eine Kooperation von Österreich, Slowenien, Kroatien, Ungarn und Serbien zur Erhaltung und Wiederherstellung der größten zusammenhängenden Auwälder im UNESCO Fünf-Länder Biosphärenpark Mur-Drau-Donau, auch bekannt als „Amazonas Europas“.

Tag 2: Exkursion zu Pielach und Donau

Am zweiten Tag ging es in die Natur.

Pielach / Mühlau (Natura 2000-Gebiet)

In der Mühlau an der Pielach konnten wir unseren Gästen eindrucksvoll zeigen, wie Renaturierungsmaßnahmen über zwei Jahrzehnte hinweg eine dynamische Flusslandschaft wiederhergestellt haben. Das Gebiet ist ein Beispiel für den Erfolg früherer Renaturierungsprojekte wie z. B. das LIFE Projekt “Lebensraum Huchen” (2003). An der Pielach durfte natürlich auch ein Besuch der IRIS-Maßnahmen nicht fehlen. Ein kurzer Besuch der Pielachmündung an der Donau rundete diesen Teil der Exkursion ab.

Grimsing–Schallemmersdorf / Donau

Am zweiten Exkursionsort haben wir die laufenden Renaturierungsarbeiten am Donaualtarm vorgestellt. Diese bauen auf früheren Projekten wie LIFE Mostviertel-Wachau auf und verfolgen das Ziel, den ökologischen Zustand der Natura 2000-Lebensräume und -Arten entlang der Donau weiter zu verbessern. Das Gebiet ist ein Beispiel für groß angelegte hydromorphologischen Maßnahmen zum Schutz unserer Gewässer und zeigt, wie ambitionierter Gewässerschutz in der Praxis aussehen kann.

Fazit

Der Besuch war für beide Seiten ein großer Gewinn – zwei Tage geprägt von fachlichem Austausch, inspirierenden Diskussionen und dem gemeinsamen Ziel, Europas Flusslandschaften ökologisch aufzuwerten. Wir freuen uns, dass IRIS auch über die Grenzen Österreichs hinaus, einen Beitrag zu nachhaltigem und integrativem Flussraummanagement leisten kann.

LIFE IP IRIS: Von der Planung zur Lebensraum­verbesserung

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Revitalisierungs­maßnahmen bei LIFE-IRIS