IRIS-Projekt startet Erweiterung des Donaunebenarms in der Marktau

IRIS-Projekt startet Erweiterung des Donauneben­arms in der Marktau

Am 1. Juli 2025 haben die Bauarbeiten zur Erweiterung des Donaunebenarms in der Marktau bei Ottensheim und Wilhering offiziell begonnen. Mit dem Spatenstich startet eine weitere IRIS-Maßnahme – ein bedeutender Schritt für den ökologischen Gewässerschutz und die Hochwasservorsorge in der Region.

Die Planung und Umsetzung der Pilotmaßnahme „Erweiterung Donaunebenarm Marktau“ liegt in der Verantwortung von Viadonau.

„Die Donau ist eine der wichtigsten Wasserstraßen in Österreich und Europa. Umso wichtiger ist es, mit geeigneten Werkzeugen wie LIFE IP IRIS gemeinsam Maßnahmen zu erarbeiten und Projekte umzusetzen, die unseren einzigartigen und wertvollen Donauraum für Mensch, Natur und Wirtschaft erhalten und weiter aufwerten.“

Peter Hanke, Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur

Mehr Vielfalt am Fluss: Neuer Lebensraum für Tiere und Pflanzen

Der bestehende Donaunebenarm in der Marktau wird im Rahmen der Maßnahme um rund 400 Meter verlängert. Seine neue Mündung entsteht bei der Ofenwasserbrücke, die zu einer Aussichtsplattform umgestaltet wird. Durch den Abtrag von rund 150.000 m³ Feinsediment wird das Gelände gezielt abgesenkt. So entsteht eine flachere Landschaft, in der natürliche Überflutungen wieder häufiger stattfinden können – eine wichtige Voraussetzung für die Entstehung von dynamischen Auwäldern und lebendigen Flusslandschaften.

Aktuell sieht die Landschaft noch karg aus, da für die Bauarbeiten Bäume und Bewuchs gerodet wurden. Doch dieser Eindruck täuscht: Die Maßnahme schafft die Voraussetzungen für einen naturnahen und vielfältigen Lebensraum, der sich über die kommenden Jahre Schritt für Schritt entwickeln wird.

Die neu gestalteten Uferzonen sind abwechslungsreich angelegt: Flache, strukturierte Bereiche mit Totholz und steilere Böschungen schaffen vielfältige Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Besonders seltene Vogelarten wie der Eisvogel oder der Flussuferläufer finden hier neue Rückzugsorte. Die flachen Wasserbereiche bieten darüber hinaus Jungfischen Schutz und fördern die ökologische Vielfalt im Gewässer.

Schutz für Mensch und Natur

Die Maßnahme verbessert nicht nur die Lebensräume für Tiere und Pflanzen, sondern trägt auch zum Hochwasserschutz bei. Durch die Absenkung des Geländes und die Erweiterung des Nebenarms kann sich das Wasser bei Hochwasser freier ausbreiten. Das entlastet die Umgebung und gibt der Donau wieder mehr Raum.

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Naturschutz und Hochwasserschutz Hand in Hand gehen können und wie durch integratives Flussmanagement gesunde Flusslandschaften, die für Mensch und Natur gleichermaßen wertvoll sind.

Fotocredit: viadonau/Johannes Zinner

LIFE IP IRIS: Von der Planung zur Lebensraum­verbesserung

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