Internationaler Austausch im Flussmanagement: LIFE IRIS trifft LIFE Ebro Resilience in Spanien

Internationaler Austausch im Flussmanagement: LIFE IRIS trifft LIFE Ebro Resilience in Spanien

Wie lassen sich Hochwasserschutz und ökologische Ziele miteinander in Einklang bringen? Diese Frage ist nicht nur eine der wichtigsten Fragen im IRIS-Projekt, auch andere Projekte in Europa suchen nach innovativen Lösungen im Flussmanagement. Eines dieser Projekte ist LIFE Ebro Resilience in Spanien, mit dem wir uns bereits seit über zwei Jahren immer wieder austauschen.

Vom Bildschirm in die Praxis

In mehreren Online-Meetings haben wir uns über technische Ansätze und Methoden, aber auch über Themen wie öffentliche Beteiligung, Flächenverfügbarkeit und die Akzeptanz von Renaturierungsmaßnahmen an Flüssen unterhalten. Nach diesen virtuellen Treffen und einem ersten persönlichen Kontakt auf der Hauptversammlung der European Geosciences Union (EGU) in Wien Anfang Mai, hatten wir nun endlich die Gelegenheit, das Projekt vor Ort selbst kennenzulernen: Vom 27. bis 29. Mai reiste ein Teil unseres Teams nach Spanien.

Flussmanagement trifft Landwirtschaft

Am ersten Tag besuchten wir den Abschnitt Osera de Ebro – Fuentes de Ebro, wo gerade ein besonders spannender Ansatz getestet wird: die sogenannten „Lateral Flow Buffer Zones“ (LFZ). Intensiv genutzte Agrarflächen werden hier so umgestaltet, dass sie bei Hochwasser als natürliche Pufferzonen fungieren und so Schäden abmildern können. Wir hatten auf der EGU bereits einen Vortrag dazu gehört. Umso beeindruckender war es nun, das Ganze in der Praxis zu sehen.

Internationaler Austausch im Flussmanagement: Präsentation des automatischen hydrologischen Informationssystems SAIH Ebro bei der Confederación Hidrográfica del Ebro
Internationaler Austausch im Flussmanagement: Vergleich des Gebiets vor der Renaturierungsmaßnahme 2021 anhand eines Luftbildes, aufgenommen direkt vor Ort am Ebro

Renaturierung in der Praxis

Am zweiten Tag ging es weiter nach Alfaro (La Rioja), wo wir uns laufende Renaturierungsarbeiten angesehen haben: im Mäander La Roza erhält der Fluss wieder mehr Raum und auch für den Mäander von Castejón (Navarra) sind bereits Renaturierungsmaßnahmen geplant.

Hochwasser­management am Ebro

Den Abschluss bildete ein Besuch bei der Confederación Hidrográfica del Ebro in Zaragoza (die zuständige Behörde für das Einzugsgebiet des Ebro). Dort bekamen wir einen Einblick in das automatische hydrologische Informationssystem und das Hochwasserrisikomanagement am Ebro.

Der internationale Austausch im Flussmanagement geht weiter

Trotz extremer Hitze (37 Grad in Saragossa) hatten wir eine tolle und lehrreiche Zeit und haben viel mitgenommen. Im Herbst 2026 ist als nächster Schritt bereits ein Gegenbesuch des spanischen Teams bei uns geplant. Der Austausch geht also weiter.

Übrigens war letztes Jahr auch ein spanisches Filmteam beim IRIS-Projekt zu Gast. Mehr dazu findet ihr hier.

Foto Credits: Helena Mühlmann, Hannes Wild, Johannes Steinkellner

LIFE IP IRIS: Von der Planung zur Lebensraum­verbesserung

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Revitalisierungs­maßnahmen bei LIFE-IRIS