DONAU

Beschreibung des Projektgebietes

Das Projektgebiet umfasst den rund 122 Kilometer langen Abschnitt der Oberen Donau in Oberösterreich, von der Grenze zu Bayern bis Grein an der Donau (Strom-Kilometer 2 079-2 201).

Sommerhochwässer sind typisch für die Obere Donau. Das 100-jährliche Hochwasser (HQ100) liegt bei 11 200 m³ pro Sekunde, der Mittelwasserabfluss bei 1 910 m³ pro Sekunde. Typisch für die Obere Donau ist auch das hohe Gefälle, das bei ca. 37 cm pro km liegt. Dies bedingt einen hohen Geschiebetransport. Da aber kaum mehr Geschiebe von oben nachkommt, herrscht in den freien Fließstrecken und in Unterwasserbereichen der Kraftwerke Geschiebemangel verbunden mit dem Problem der Eintiefung der Flusssohle.

Die fast durchgehende Staukette hat die Donau auch ökologisch stark verändert. Defizite wie die Verlandung der Donau-Nebenarme und das Fehlen freier Fließstrecken setzt besonders den strömungsliebenden Fischen zu.

Hot Spots & Highlights

Als donaunahe Natura 2000-Gebiete sind das Eferdinger Becken und die Traun-Donau-Auen zu nennen. Beide haben die Erhaltung natürlicher Flusslandschaften zum Ziel. An der Donau finden sich freie Fließstrecken nur noch kleinräumig im Unterwasser der Kraftwerke.

Im Nahbereich des Kraftwerks Ottensheim ist ein größerer, frei fließender Bereich mit Fließgewässerdynamik erhalten geblieben. Dort findet man Schotterumlagerungen und hohes Potenzial für Renaturierungsmaßnahmen. Im Nahbereich (gegenüber) befinden sich die Regattastrecke Ottensheim, die Rodelmündung und natürlich der Donauradweg.

DONAU

Beschreibung des Projektgebietes

Das Projektgebiet umfasst den rund 122 Kilometer langen Abschnitt der Oberen Donau in Oberösterreich, von der Grenze zu Bayern bis Grein an der Donau (Strom-Kilometer 2 079-2 201).

Die Donau ist der zweitlängste Fluss Europas, fast ganz Österreich liegt in ihrem Einzugsgebiet. Sie ist wichtiger Lebensraum und Wasserstraße für Mensch und Natur. Hydrologisch betrachtet ist die Donau ein Gebirgsfluss. Der Inn ist der wichtigste Zubringer. Auch Traun und Enns bringen Wasser „aus den Alpen“.

Sommerhochwässer sind typisch für die Obere Donau. Das 100-jährliche Hochwasser (HQ100) liegt bei 11 200 m³ pro Sekunde, der Mittelwasserabfluss bei 1 910 m³ pro Sekunde. Typisch für die Obere Donau ist auch das hohe Gefälle, das bei ca. 37 cm pro km liegt. Dies bedingt einen hohen Geschiebetransport. Da aber kaum mehr Geschiebe von oben nachkommt, herrscht in den freien Fließstrecken und in Unterwasserbereichen der Kraftwerke Geschiebemangel verbunden mit dem Problem der Eintiefung der Flusssohle.

Die fast durchgehende Staukette hat die Donau auch ökologisch stark verändert. Defizite wie die Verlandung der Donau-Nebenarme und das Fehlen freier Fließstrecken setzt besonders den strömungsliebenden Fischen zu.

Handlungsbedarf

An der Oberen Donau in Oberösterreich geht es vor allem darum, der Eintiefungstendenz entgegenzuwirken. Aus gewässerökologischer Sicht ist zudem die Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Donau und ihrer Zubringer (Passierbarkeit von Fischen) vordringlich. Außerdem gilt es, wellenschlaggeschützte Nebengewässer als Brut- und Jungfischbereiche zu schaffen.

Schotterinseln und -ufer, die einst das Erscheinungsbild der Donau prägten, sind durch den Aufstau der Donau so gut wie verschwunden. Sie sind Nistbereiche für Kiesbrüter, die offene Schotterflächen als Brutplatz benötigen. Schlüsselhabitate wie diese gilt es unter Berücksichtigung der Natura 2000-Schutzgebiete wieder herzustellen.

Ziele

Im Spannungsfeld von Hochwasserschutz, Wasserkraftnutzung, Schifffahrt und Naturschutz sind die Interessen, Zuständigkeiten und Planungsrahmenbedingungen an der Donau in OÖ besonders vielschichtig und komplex:

  • LIFE IRIS eröffnet erstmals in der Geschichte des Flusses die Chance, in diesem Abschnitt einen gemeinsamen Aktionsplan in Form eines GE-RM zu erstellen.
  • Vorarbeiten dazu liegen vor und sollen nun, ergänzt durch weitere Bestandsaufnahme, zu einem Maßnahmenkonzept weitergeführt bzw. mit Stakeholdern abgestimmt werden.

Daneben ist auch die Umsetzung einer Pilotmaßnahme mit Mehrwert für Hochwasserschutz und Gewässerökologie geplant.

  • Vorgesehen ist die Schaffung einer Schotterinsel und eines Nebenarms im Unterwasser von Ottensheim.
  • Durch Absenkung des Geländes sollen einerseits Pionierflächen für Schotterinseln und Auwaldstandorte entstehen, andererseits der Hochwasserabfluss verbessert werden.

Wussten Sie, dass...

… die Donau der zweitlängste Fluss Europas ist und fast ganz Österreich in ihrem Einzugsgebiet liegt?

… die Donau hydrologisch betrachtet ein Gebirgsfluss ist? Der Inn ist ihr wichtigster Zubringer. Auch Traun und Enns bringen Wasser „aus den Alpen

Ausblick und Zeitplan

Die Vorstudie konnte bereit fertiggestell werden. Bis Ende 2021 wird das „Gewässerentwicklungs- und Risikomanagementkonzept Donau“ erstellt. Anschließend folgt die Ausarbeitung eines Detailprojektes für eine Pilotmaßnahme, die bis Mitte 2024 realisiert werden soll.

2021: „Gewässerentwicklungs- und Risikomanagementkonzept Donau“ wird erstellt
2024: Ausarbeitung eines Detailprojektes für eine Pilotmaßnahme
Projekt Donau: Eine Landkarte mit einer Hervorhebung der Flüsse Donau und Traun