ENNS-SALZBURG

Beschreibung des Projektgebietes

Die Enns entspringt im Pongau auf der Nordseite der Radstädter Tauern auf einer Höhe von etwa 1 750 m ü. A. im Gemeindegebiet von Flachau. Sie mündet als linker Zubringer in Flachauwinkl in den Pleißlingbach, der an dieser Stelle das wesentlich größere Einzugsgebiet aufweist und das Haupttal bildet. Ab hier heißt das Gewässer jedoch im weiteren Verlauf „Enns“. Sie fließt zuerst in nördlicher Richtung durch Flachau und in weiterer Folge in Richtung Osten durch Altenmarkt und Radstadt. In Mandling, einer Ortschaft innerhalb der Gemeinde Radstadt, verlässt die Enns Salzburg Richtung Steiermark. Nach insgesamt rund 250 km mündet die Enns nördlich der Stadt Enns (OÖ) in die Donau.

Wesentliche Zubringer der Enns im Land Salzburg sind die Talbodenbäche Litzling, Kleine und Große Loh, Hauptgraben III, Lohbach und Pfandling sowie geschiebeführende Gewässer wie Grießbach, Alte und Neue Zauchen, Taurach und Mandling.

Das LIFE IRIS-Projektgebiet beginnt bei der Einmündung des Grießbaches in die Enns in Flachau und reicht bis zur Landesgrenze in Mandling. Neben der Enns ist auch der unterste Abschnitt der Taurach Projektgebiet. Die Gesamtlänge der untersuchten Flussabschnitte beträgt rund 23 km.

In Radstadt, flussab der Einmündung der Taurach, weist die Enns ein Einzugsgebiet von ca. 320 km² auf. In diesem Ennsabschnitt sind bei einem 100-jährlichen Hochwasserereignis Abflüsse in der Höhe von rund 200 m³/s zu erwarten. Aufgrund des alpinen Einzugsgebietes hat der Mittelwasserabfluss der Enns in den Monaten Mai und Juni sein Maximum. Schadbringende extreme Hochwässer sind vor allem im Sommerhalbjahr zu erwarten.

ENNS-SALZBURG

Beschreibung des Projektgebietes

Die Enns entspringt im Pongau auf der Nordseite der Radstädter Tauern auf einer Höhe von etwa 1 750 m ü. A. im Gemeindegebiet von Flachau. Sie mündet als linker Zubringer in Flachauwinkl in den Pleißlingbach, der an dieser Stelle das wesentlich größere Einzugsgebiet aufweist und das Haupttal bildet. Ab hier heißt das Gewässer jedoch im weiteren Verlauf „Enns“. Sie fließt zuerst in nördlicher Richtung durch Flachau und in weiterer Folge in Richtung Osten durch Altenmarkt und Radstadt. In Mandling, einer Ortschaft innerhalb der Gemeinde Radstadt, verlässt die Enns Salzburg Richtung Steiermark. Nach insgesamt rund 250 km mündet die Enns nördlich der Stadt Enns (OÖ) in die Donau.

Wesentliche Zubringer der Enns im Land Salzburg sind die Talbodenbäche Litzling, Kleine und Große Loh, Hauptgraben III, Lohbach und Pfandling sowie geschiebeführende Gewässer wie Grießbach, Alte und Neue Zauchen, Taurach und Mandling.

Das LIFE IRIS-Projektgebiet beginnt bei der Einmündung des Grießbaches in die Enns in Flachau und reicht bis zur Landesgrenze in Mandling. Neben der Enns ist auch der unterste Abschnitt der Taurach Projektgebiet. Die Gesamtlänge der untersuchten Flussabschnitte beträgt rund 23 km.

In Radstadt, flussab der Einmündung der Taurach, weist die Enns ein Einzugsgebiet von ca. 320 km² auf. In diesem Ennsabschnitt sind bei einem 100-jährlichen Hochwasserereignis Abflüsse in der Höhe von rund 200 m³/s zu erwarten. Aufgrund des alpinen Einzugsgebietes hat der Mittelwasserabfluss der Enns in den Monaten Mai und Juni sein Maximum. Schadbringende extreme Hochwässer sind vor allem im Sommerhalbjahr zu erwarten. Die letzten schweren Hochwasserereignisse an der Salzburger Enns gab es in den Jahren 1965 und 1966. Diese können als 30-jährliche Hochwasserereignisse eingestuft werden.

Die in den 1980er Jahren abgeschlossenen Regulierungsmaßnahmen haben die Charakteristik des Salzburger Ennsabschnittes massiv verändert. Die großteils naturbelassene Enns wurde begradigt und in ein trapezförmiges Abflussprofil gezwängt. Das damalige gesellschaftliche Ziel, die landwirtschaftliche Produktivität durch mehr Hochwassersicherheit zu verbessern, wurde erreicht. Zurück blieb aber ein weitgehend strukturarmer Fluss mit steilen, steingesicherten Ufern. Der Charakter eines naturnahen Gewässers ging verloren.

Die letzten schweren Hochwasserereignisse an der Salzburger Enns gab es in den Jahren 1965 und 1966. Diese können als 30-jährliche Hochwasserereignisse eingestuft werden.

Die in den 1980er Jahren abgeschlossenen Regulierungsmaßnahmen haben die Charakteristik des Salzburger Ennsabschnittes massiv verändert. Die großteils naturbelassene Enns wurde begradigt und in ein trapezförmiges Abflussprofil gezwängt. Das damalige gesellschaftliche Ziel, die landwirtschaftliche Produktivität durch mehr Hochwassersicherheit zu verbessern, wurde erreicht. Zurück blieb aber ein weitgehend strukturarmer Fluss mit steilen, steingesicherten Ufern. Der Charakter eines naturnahen Gewässers ging verloren.

Hot Spots & Highlights

Das Salzburger Ennstal ist vor allem durch Tourismus geprägt. In der Enns selbst sind die Aktivitäten auf Grund der schmalen Flussbreite sehr eingeschränkt. Im Zuge der Hochwasserschutzprojekte an der Enns in Altenmarkt und Flachau konnten zwischen 2012 und 2015 schöne, zur Erholung nutzbare Flussaufweitungen realisiert werden.

Handlungsbedarf

Durch die erwähnten Regulierungsmaßnahmen wurde aus der Salzburger Enns ein weitgehend strukturarmer Fluss, der im Projektgebiet durchwegs einen mäßigen oder schlechteren ökologischen Zustand aufweist. Die Probleme ergeben sich vor allem aus hydromorphologischen Defiziten.

In den letzten 20 Jahren wurden zahlreiche Hochwasserschutzmaßnahmen in den drei Gemeinden des Salzburger Ennstales umgesetzt, die eine fast durchgehende Hochwassersicherheit der Siedlungsräume gegen ein 100-jährliches Hochwasserereignis bewirken. Der Handlungsbedarf an der Salzburger Enns liegt nun vor allem in der Verbesserung des gewässerökologischen Zustandes.

Ziele

Anhand eines Gewässerentwicklungs- und Risikomanagementkonzepts (GE-RM) werden zunächst die Planungen und Aktivitäten an der Salzburger Enns fachübergreifend abgestimmt und vernetzt.

Die geplante Pilotmaßnahme soll eine Mäanderfolge im Bereich des Mandlinger Moores kurz vor der Landesgrenze wiederherstellen. Basis ist der Referenzzustand der Enns vor der Regulierung des Gewässers.

Die Wiederherstellung des Mäanders entsprechend dem historischen Leitbild wird den Flussraum der Enns im Vergleich zum Ist-Zustand deutlich aufwerten. In Zusammenschau mit dem angrenzenden Mandlinger Moor, das bei der Detailplanung berücksichtigt wird, soll der Gesamtcharakter der Enns in Richtung des Zustandes vor der Regulierung entwickelt werden. Positive Auswirkungen ergeben sich in Folge auch für Erholungswert, Freizeit und Tourismus.

Projektgebiet Enns-Steiermark. Eine Landkarte mit der Hervorhebung des Flusses Enns

Wussten Sie, dass...

… das sogenannte Mandlinger Moor an der Grenze zur Steiermark den interessantesten Landschaftsteil an der Salzburger Enns darstellt?

Es handelt sich um den Rest der ehemals ausgedehnten Talmoorlandschaft im Salzburger Ennstal. Die nach der Eiszeit aufgebauten Torfschichten sind stumme Zeugen der landschaftlichen Entwicklung des Ennstales. Um dieses wichtige Schutzgebiet auch für die Nachwelt zu erhalten, wurden 2014 Rückstaumaßnahmen gesetzt.

Ausblick und Zeitplan

In den Jahren 2019 bis 2021 wird das GE-RM Enns-Taurach erstellt. Anschließend folgt die Detailplanung für die vorgesehene Pilotmaßnahme Mandlinger Moor, deren Umsetzung in den Jahren 2022 und 2023 vorgesehen ist. Planungen und bauliche Umsetzung werden durch öffentlichkeitswirksame Maßnahmen begleitet. Ein Monitoring, das die Auswirkungen der Pilotmaßnahme untersucht, läuft bis zum Jahr 2027.

2021: „Gewässerentwicklungs- und Risikomanagementkonzept Donau“ wird erstellt
2022/23: Umsetzung Pilotmaßnahme Mandlinger Moor
Bis 2027: Monitoring Auswirkung der Pilotmaßnahme
Projektgebiet Enns-Steiermark. Eine Landkarte mit der Hervorhebung des Flusses Enns