LEITHA

Beschreibung des Projektgebietes

Das Projektgebiet erstreckt sich über rund 100 km vom Leitha-Ursprung (Flusskilometer 121) bis zum Grenzübertritt nach Ungarn (Flusskilometer 18,5).

Der Ursprung der Leitha liegt im Gemeindegebiet von Lanzenkirchen (NÖ), am Zusammenfluss von Schwarza und Pitten. Bei Nickelsdorf im Burgenland verlässt die Leitha österreichisches Staatsgebiet und mündet bei Mosonmagyaróvár (HU) in die Moson-Donau. Die Fläche des Einzugsgebietes beträgt bis zur österreichisch-ungarischen Grenze 2 131 km².

Das Abflussgeschehen der Leitha wird durch ihre geologisch und hydrogeologisch verschiedenen Hauptquellflüsse stark beeinflusst: Die Schwarza entspringt im Kalkstock des Rax- und Schneeberggebietes, die Pitten im kristallinen Gestein des Wechsels und der Buckligen Welt.

Dadurch wird das Abflussgeschehen auch wesentlich von der Schneeschmelze bestimmt, was für einen Tieflandfluss des pannonischen Raumes eher untypisch ist.

Eine weitere Eigenart der Leitha ist, dass die größten Hochwassermengen unmittelbar nach dem Zusammenfluss von Schwarza und Pitten auftreten, dann aber sukzessive abnehmen. Grund sind großräumige Ausuferungen im gesamten Längsverlauf. Diese führen dazu, dass die Hochwasserwelle eines beispielsweise hundertjährlichen Ereignisses von rund 330 m³/s auf ca 130 m³/s reduziert wird. Bei einem HQ30 sind rund 50 km², bei einem HQ100 rund 75 km² überflutet.

Ursprünglich war die Leitha im Untersuchungsgebiet ein Mäanderfluss. Im Zuge systematischer Regulierungen wurden zahlreiche Flussschlingen durchstochen und das begradigte Gerinne durch Längsverbauung stabilisiert.

LEITHA

Beschreibung des Projektgebietes

Das Projektgebiet erstreckt sich über rund 100 km vom Leitha-Ursprung (Flusskilometer 121) bis zum Grenzübertritt nach Ungarn (Flusskilometer 18,5).

Der Ursprung der Leitha liegt im Gemeindegebiet von Lanzenkirchen (NÖ), am Zusammenfluss von Schwarza und Pitten. Bei Nickelsdorf im Burgenland verlässt die Leitha österreichisches Staatsgebiet und mündet bei Mosonmagyaróvár (HU) in die Moson-Donau. Die Fläche des Einzugsgebietes beträgt bis zur österreichisch-ungarischen Grenze 2 131 km².

Das Abflussgeschehen der Leitha wird durch ihre geologisch und hydrogeologisch verschiedenen Hauptquellflüsse stark beeinflusst: Die Schwarza entspringt im Kalkstock des Rax- und Schneeberggebietes, die Pitten im kristallinen Gestein des Wechsels und der Buckligen Welt.

Dadurch wird das Abflussgeschehen auch wesentlich von der Schneeschmelze bestimmt, was für einen Tieflandfluss des pannonischen Raumes eher untypisch ist.

Eine weitere Eigenart der Leitha ist, dass die größten Hochwassermengen unmittelbar nach dem Zusammenfluss von Schwarza und Pitten auftreten, dann aber sukzessive abnehmen. Grund sind großräumige Ausuferungen im gesamten Längsverlauf. Diese führen dazu, dass die Hochwasserwelle eines beispielsweise hundertjährlichen Ereignisses von rund 330 m³/s auf ca 130 m³/s reduziert wird. Bei einem HQ30 sind rund 50 km², bei einem HQ100 rund 75 km² überflutet.

Ursprünglich war die Leitha im Untersuchungsgebiet ein Mäanderfluss. Im Zuge systematischer Regulierungen wurden zahlreiche Flussschlingen durchstochen und das begradigte Gerinne durch Längsverbauung stabilisiert.

Hot Spots & Highlights

Die Leitha ist im Projektgebiet Teil des Natura 2000-FFH-Europaschutzgebietes „Feuchte Ebene–Leithaauen“. Bedingt durch Flussregulierungen entsprechen die Auwälder nur in kleinen Bereichen dem ursprünglichen Zustand. Stellenweise sind in den Auen auch Glatthaferwiesen anzutreffen.

Handlungsbedarf

Aus schutzwasserbaulicher Sicht sind entlang der Leitha – zusätzlich zu den bereits umgesetzten oder sich im Bau befindlichen Anlagen – weitere Maßnahmen notwendig. So ist neben linearen Hochwasserschutzmaßnahmen ein Retentionsraum in der Größenordnung von ca. 5 Mio. m³ für den Hochwasserrückhalt erforderlich, um künftig einen durchgehenden Schutz vor 100-jährlichen Hochwasserereignissen zu erreichen.

Aus gewässerökologischer Sicht gibt es großen Handlungsbedarf, da die Leitha einen mäßigen bis schlechten Gesamtzustand aufweist. Ab der Mündung der Warmen Fischa bis zur Kotzenmühle führen morphologische Defizite und Kontinuumsunterbrechungen (Unterbindungen oder Erschwerungen für flussauf oder flussab gerichtete Wanderungen in Gewässern) zu Abweichungen in der gewässertypischen Artenzusammensetzung und in weiterer Folge zu einem mäßigen fischökologischen Zustand.

Im Leitha-Abschnitt ab der Kotzenmühle bis Bruck (Ausleitung Trautmannsdorfer Kanal) schlagen sich in erster Linie die geringe Restwasserführung mit periodischem Trockenfallen, aber auch das unterbrochene Kontinuum in einer äußerst geringen Fischbiomasse nieder. Dementsprechend ist hier ein schlechter fischökologischer Zustand ausgewiesen. Ein verhältnismäßig hohes Artenspektrum und gute Jungfischhabitate sprechen aber für ein hohes Verbesserungspotential.

Die vollständige Wasserführung der Leitha von Bruck bis Gattendorf ergibt eine Verbesserung des fischökologischen Zustands auf einen mäßigen Zustand.

Mit morphologischen Verbesserungen und der Herstellung der Durchgängigkeit beim Gattendorfer Wehr würden wesentliche Voraussetzungen für die Erreichung eines guten Zielzustands geschaffen.

Ziele

Ziel des GE-RM Leitha ist die Abstimmung von Hochwasserschutzmaßnahmen mit den erforderlichen Maßnahmen zur Erreichung eines guten Gewässerzustandes. Dabei sind die Agenden des Naturschutzes (Natura 2000, Auenschutz), aber auch bestehende Nutzungen (z.B. Wasserentnahmen, Tourismus und Erholungsfunktionen) zu berücksichtigen bzw. Synergien zu finden.

Ausblick und Zeitplan

Bis Ende 2021 soll die Gewässerentwicklungs- und Risikomanagementplanung (GE-RM) für die Leitha abgeschlossen sein. Darauf aufbauend startet die Detailplanung von Pilotprojekten. Die bauliche Umsetzung der Pilotmaßnahmen ist ab 2022 geplant.

Projektgebiet Leitha: Eine Landkarte mit Hervorhebung des Flusses Leitha