Mehr Fluss, mehr Leben: Donau Marktau

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Mehr InformationenIn der Marktau bei Ottensheim und Wilhering sind bereits die Bagger im Einsatz. Sie bewegen riesige Schotter- und Feinsedimentmassen und erledigen so einen wesentlichen Schritt für die Renaturierung der Marktau. Durch die Verlängerung eines bestehenden Nebenarms um rund 400 Meter bekommt die Donau mehr Raum und nähert sich wieder ihrem ursprünglichen verzweigten Verlauf an. Eine gezielte Absenkung des Geländes auf der neu entstehenden Insel ermöglicht es dem Hochwasser wieder, die Landschaft zu gestalten – und das auf weitläufigen 5 ha. Eine natürliche Überflutungsdynamik ist wesentlich für die Entstehung neuer Auwälder und die Ansiedlung von Pionierarten. Gleichzeitig werden Hochwasserrückhalt und Hochwasserschutz verbessert.
Der neue Nebenarm mündet zukünftig bei der Ofenwasserbrücke zurück in die Donau. An dieser Stelle entsteht eine Aussichtsplattform.
Die Aussichtsplattform wird ein besonderes Highlight: Von hier aus hat man einen weiten Blick über die Donau. Ausgehend vom Kraftwerk Ottensheim-Wilhering schweift der Blick zur Ottensheimer Altarmmündung und zur Rodlmündung gegenüber, dann über das Schloss Ottensheim bis hin zur Fähre Ottensheim, die als „Drahtseilbrücke“ bekannt ist.
In diesem ca. 2 km langen Bereich unterhalb der Staumauer, in der sogenannten Stauwurzel, sind noch Reste der ursprünglichen Flussdynamik vorhanden. Hier fließt das Wasser noch, hier kommt es zu Erosion und Anlandung — man spürt die Kraft des Flusses und bekommt eine Vorstellung davon, wie die Donau als Wildfluss ausgeschaut haben könnte. Mit etwas Glück lassen sich Eisvogel oder Flussuferläufer beobachten. Die durch die Rodungsarbeiten und Baumaßnahmen noch recht kahl wirkende Landschaft wird sich in den kommenden Jahren zu einem vielfältigen Lebensraum entwickeln.
Die Maßnahmen an der Donau im Überblick
Die Maßnahmen in der Marktau sollen wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen schaffen und gleichzeitig Verbesserungen für den Hochwasserschutz bringen. Folgende Maßnahmen werden von 2025-2026 umgesetzt:

Maßnahmen Lageplan
Wieso wird ein Teil der Donau revitalisiert?
Das LIFE IP IRIS-Projekt hat zum Ziel, Hochwasserschutz und Naturschutz miteinander zu verbinden. Dabei kommen vor allem naturbasierte Lösungen zum Einsatz: Flüsse werden so umgestaltet, dass sie wieder mehr ihrer natürlichen und ursprünglichen Form gleichen.
Die Donau zählt zu den größten und bedeutendsten Flüssen Europas und übernimmt viele Aufgaben zugleich. Im IRIS-Projektgebiet bei Linz ist der Fluss stark reguliert und von Siedlungen, Verkehrswegen und dem Kraftwerksbetrieb geprägt. Dadurch fehlt dem Fluss die natürliche Dynamik, was zu einem geringen Fischbestand und insgesamt zu einer nur mäßigen ökologischen Qualität führt.
Die IRIS-Maßnahmen an der Donau knüpfen an bereits umgesetzte Revitalisierungen an und haben das Ziel, eine gute Balance zwischen menschlicher Nutzung und Natur herzustellen. Mit Projekten wie der Erweiterung des Insel-Nebenarmsystems Marktau entstehen neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Die ökologische Qualität verbessert sich und der Hochwasserschutz wird gestärkt. Zusätzlich entstehen für uns Menschen attraktive Erholungsgebiete am Fluss

Foto Credits: TB Zauner (Featured Image & Fische auf Featured Image), Bernhard Schubert (Blick auf die Donau und Impressionen von der Donau), Viadonau (Marktau vor Revitalisierung), Linz Service GmbH (Impressionen von der Donau).
Maßnahmen in den Pilotgebieten
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