Wieso werden an der Leitha Revitalisierungsmaßnahmen umgesetzt?
Ziel des LIFE IP IRIS-Projekts ist es, Hochwasserschutz und ökologische Ziele miteinander in Einklang zu bringen. Dies wird vor allem durch den Einsatz von naturbasierten Maßnahmen erreicht. Durch Revitalisierungsmaßnahmen werden im IRIS-Projekt daher Teile von Flüssen wieder ihrer natürlichen Form angenähert.
Monotone Flusslandschaft
In der Vergangenheit haben Flussbegradigungen und Regulierungen dazu geführt, dass lebendige, artenreiche Flüsse zu monotonen Gewässern wurden. An der Leitha sorgt die Kombination aus Flussregulierung, Kraftwerksbetrieb, Ausleitungen und auch die abschnittsweise starke natürliche Versickerung der Leitha in den Schotterkörper für seichte und monotone Abschnitte. Lange und eintönige Restwasserstrecken prägen vielerorts das Bild der Leitha. Vom einst mäandrierenden Fluss ist heute nicht mehr viel zu sehen.
Strukturverbesserungen
Die Revitalisierungsmaßnahmen an der Leitha zielen darauf ab, die verfügbaren Strukturen in diesen stark veränderten Flussabschnitten zu verbessern. Unter Berücksichtigung der bestehenden Rahmenbedingungen werden die Gewässerstrukturen optimiert. Während die meisten IRIS-Maßnahmen auf Gewässeraufweitungen setzen, wäre ein solcher Ansatz für die Leitha eher kontraproduktiv. Denn insbesondere in der Restwasserstrecke würde die ohnehin geringe Wassertiefe weiter abnehmen, was negative Folgen wie zum Beispiel verstärkte Erwärmung und eingeschränkte Durchgängigkeit nach sich ziehen würde.