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    Flusslauf mit Herbstlaub – Revitalisierungsmaßnahmen Traun: Flusslauf im Herbst

    Traun voller Leben

    Revitalisierungsmaßnahmen verwandeln die Traun in einen lebendigen Fluss

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    Flusslauf mit Herbstlaub – Revitalisierungsmaßnahmen Traun: Flusslauf im Herbst

    Die Traun soll wieder ein gesunder und lebendiger Fluss werden. Auf knapp 1,5 km erhält die stark regulierte Traun daher mehr Raum, um wieder freier fließen zu können. Die strenge Linienführung wird aufgelöst und es entsteht ein Fluss mit einem pendelnden und leicht verzweigten Verlauf. Nach und nach verwandelt sich die Traun so wieder in einen naturnahen, dynamischen Fluss voller Leben.

    Durch die Wiederherstellung einer naturnahen Gewässersohle erhält der Fluss seine typische Dynamik zurück. Neue Strukturen im Projektgebiet schaffen wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen und wirken sich auch positiv auf angrenzende Gebiete aus. Durch die Revitalisierungsmaßnahmen entstehen neue Laichhabitate, Bereiche mit geringer Strömung für Jungfische und tiefe Bereiche, in denen Fische und andere Wasserlebewesen gut überwintern können. Durch die Entfernung einer alten Niederwasserregulierung werden außerdem bestehende Fischfallen beseitigt.

    Ziel der Revitalisierungsmaßnahmen ist es, die Traun wieder in einen guten ökologischen Zustand gemäß EU-Wasserrahmenrichtlinie zu bringen. Gleichzeitig verbessern die Maßnahmen den Hochwasserschutz.

    Steckbrief Traun

    Gesamtkosten:

    €
    0

    Gesamtlänge:

    0
    km

    Bauzeit

    2026

    - 2027

    Die Maßnahme wird in einem ehemaligen Kriegsgebiet mit hoher Kampfmittelbelastung umgesetzt. In Kombination mit der Kraftwerksnutzung und der Lage im Stadtgebiet ergaben sich daraus besondere Herausforderungen bei Planung und Konzeption.

    Lebendiger Fluss inmitten der Stadt

    Besonders an dieser Revitalisierungsmaßnahme ist ihre Lage im urbanen Raum. Mitten in der Stadt entsteht wieder ein Stück lebendige Natur. Die Maßnahmen wirken sich außerdem positiv auf den Wasserhaushalt aus. Ein höherer Grundwasserspiegel und regelmäßige Überflutungen kommen zum Beispiel den Auwäldern mit ihren Silberweiden zugute. Diese befinden sich aktuell in einem eher schlechten Zustand, werden durch die Maßnahmen jedoch wieder gestärkt.

    Timeline: Maßnahmen Traun

    Maßnahmen Lageplan

    Lageplan downloaden

    Wieso wird die untere Traun revitalisiert?

    Im LIFE IP IRIS Projekt werden ökologische Ziele und verbesserter Hochwasserschutz miteinander vereint. Durch naturbasierte Maßnahmen werden Flüsse wieder ihrer natürlichen Form angenähert und erhalten einen Teil des Raums zurück, den sie durch die Flussregulierungen im 19. und 20. Jahrhundert verloren haben.

    Mäßige ökologische Qualität

    Durch die jahrhundertelange Regulierung und intensive Nutzung (ua. für die Wasserkraft) ist die Traun im Projektgebiet heute ein monotoner, geradliniger Fluss, der sich durch die Wasserbausteine entlang der Ufer nicht frei entwickeln kann. Der ökologische und morphologische Zustand der Traun hat sich durch die Eingriffe deutlich verschlechtert. Die wesentlichen Gründe für die Verschlechterung sind:

    • Sohleintiefung:

      Durch das Kraftwerk Kleinmünchen und die oberhalb liegende Staukette fehlt der Traun ein großer Teil des natürlichen Geschiebes (Kies und Schotter). Dadurch gräbt sich der Fluss zunehmend in sein Bett ein (Sohleintiefung), im Projektbereich um bis zu etwa 2 m.

    • Absenkung des Grundwassers:

      Durch die tiefere Flusssohle ist auch der Grundwasserspiegel gesunken. Seit etwa 1980 wird ein Rückgang des mittleren Grundwasserspiegels von rund 0,8 m angegeben. Auwälder und andere wasserabhängige Lebensräume trocknen dadurch zunehmend aus.

    • Verlust natürlicher Lebensräume:

      Die Traun wurde stark begradigt und mit harten Ufersicherungen ausgebaut. Kiesbänke, Flachwasserbereiche, Seitengewässer und Inseln fehlen weitgehend und die Strukturvielfalt des Gewässers ist stark reduziert.

    • Beeinträchtigung der Fischfauna:

      Viele strömungsliebende Fischarten benötigen unterschiedliche Strömungsverhältnisse, Kieslaichplätze und strukturreiche Ufer. Diese Lebensräume sind heute jedoch kaum noch vorhanden.

    • Die Niederwasserregulierung

      Die Niederwasserregulierung sollte die Traun eingrenzen und den Geschiebetransport verstärken. Das hat gut funktioniert, hat jedoch fast zum völligen Verlust der Kiessohle geführt. Außerdem ist die Niederwasserregulierung ein großes Problem für strömungsliebende Fische: Sie ist größtenteils von der Traun getrennt und wird nur bei höheren Wasserführungen überströmt, sodass die Fische zwar einwandern können, aber später nicht mehr hinausfinden.

    Österreich ist dazu verpflichtet, die Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie sowie des Naturschutzes (z. B. Natura-2000-Gebiete) umzusetzen. Das LIFE-IRIS-Projekt dient der praktischen Umsetzung dieser Verpflichtungen und soll die Traun im Projektabschnitt wieder in einen guten ökologischen Zustand bringen.

    Flusslauf mit Herbstlaub – Revitalisierungsmaßnahmen Traun: Flusslauf im Herbst
    Rechts Traun, links abgetrennte Niederwasserregulierung.

    Impressionen von der Traun

    Baumschnecke – Revitalisierungsmaßnahmen Traun: Baumschnecke im Auwald bei Fischdorf
    Graugänse – Revitalisierungsmaßnahmen Traun: Graugänse im renaturierten Uferbereich Fischdorf
    Auwald an der Mündung – Revitalisierungsmaßnahmen Traun: Auwald an der Kremsmündung
    Revitalisierungsmaßnahmen Traun: Kiesbank an der Kremsmündung
    Nase (Fisch) – Revitalisierungsmaßnahmen Traun: Nase im Flachwasser der Kremsmündung

    Foto Credits: Bernhard Schubert, Torben Walter

    Maßnahmen in den Pilotgebieten

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