Resümee Vorstudie Leitha

Ein Gespräch mit Mag. Johann Michael Nesweda, Land Niederösterreich.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte hat die Vorstudie umfasst?

Der Schwerpunkt der Vorstudie lag auf der Sammlung, Prüfung und Bewertung vorhandener relevanter Grundlagendaten. Beim Thema Hochwasserrisikomanagement standen die Aspekte Abflussuntersuchung und Feststoffhaushalt im Mittelpunkt, beim Thema Gewässerentwicklung interessierten vor allem Hydromorphologie, Restwassersituation und biologische Qualitätskomponenten, beim Thema Planungsrahmenbedingungen schauten wir, was es in Bezug auf Wasserrechte, Naturschutz, Raumordnung und Erholungsfunktion bereits an Daten gab.

Welche wichtigen Erkenntnisse hat die Vorstudie erbracht? Was heißt das für das GE-RM?

Nachdem die vorhandenen Daten zusammengestellt und ausgewertet waren, wurde die Datenlage bewertet. Falls Defizite bestanden, wurde ein Arbeitskonzept für den nächsten Schritt im GE-RM Prozess – die ergänzenden Ist-Bestandsaufnahmen – erstellt.

Alles in allem hat die Vorstudie gezeigt, dass die vorhandene Datenlage über weite Bereiche gut ist und nur in einzelnen Bereichen zusätzliche Daten für den weiteren Planungsprozess erhoben werden müssen.

Welche Herausforderungen haben sich ergeben?

Eine Herausforderung im Fall der Leitha ist sicherlich, dass zwei Bundesländer – Niederösterreich und Burgenland – beteiligt sind, was einen höheren Koordinationsaufwand erfordert. Dafür wurde von Beginn an, auch schon für die Phase der Vorstudie, ein externer Projektkoordinator bestellt, der grenzüberschreitende Abstimmung sicherstellt.

Ausblick und Zeitplan

Mitte Juni 2020 wurden – basierend auf den Ergebnissen der Vorstudie – Bestandsaufnahmen, Leitbild und Maßnahmenkonzept, wir sagen dazu Hauptstudie, ausgeschrieben und vergeben. Eine Startbesprechung mit dem externen Projektkoordinator und den Bearbeitern der GE-RM Hauptstudie hat stattgefunden. Die Bestandsaufnahmen zu Erhebung der fehlenden Daten werden noch im Sommer 2020 beginnen. Bis Herbst 2021 soll die GE-RM Studie jedenfalls abgeschlossen sein.

„Die Vorstudie hat gezeigt, dass die vorhandene Datenlage über weite Bereiche gut ist und nur in einzelnen Bereichen zusätzliche Daten für den weiteren Planungsprozess erhoben werden müssen.“

Mag. Johann Michael Nesweda, Land Niederösterreich