Resümee Vorstudie Isel – Drau

Ein Gespräch mit Dipl.-Ing. Dr. Lukas Umach.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte hat die Vorstudie umfasst?

Die Vorstudie diente uns dazu, herauszufinden, was es zu den verschiedenen Themengebieten – wir sagen im Fachjargon „Module“ dazu – schon an Grundlagen und Daten gibt. Darauf aufbauend konnten wir festzulegen, was im GE-RM noch ergänzend untersucht werden musste. Wir konnten auch einen Zeitplan erstellen und den Kostenrahmen abstecken. Schon von Beginn an haben wir uns intensiv mit den Kolleginnen und Kollegen der Fachdienststellen Hydrografie und Naturschutz abgestimmt. Sie haben uns auch dabei unterstützt, die Leistungsbilder für die Ausschreibung der ergänzenden Untersuchungen abzustecken und zu formulieren.

Welche wichtigen Erkenntnisse hat die Vorstudie erbracht? Was heißt das für das GE-RM?

Teile des Projektgebietes an der Isel sind als Natura 2000-Gebiet geschützt. Das bedeutet, dass dem Modul Naturschutz große Bedeutung zukommt. Die dafür notwendigen Vogel- und Amphibienkartierungen sind zeitkritisch, das heißt sie können jahreszeitenabhängig nur im Frühjahr durchgeführt werden. Weil wir durch die Vorstudie darauf vorbereitet waren, konnten wir frühzeitig Vorbereitungen treffen und die Erhebungen rechtzeitig starten und abschließen.

Welche Highlights haben sich ergeben?

Besonders positiv in Erinnerung ist mir die gute und effektive Zusammenarbeit mit den verschiedenen Fachdienststellen bei der Vorbereitung des GE-RM geblieben. Sie hat ausgezeichnet funktioniert. Gemeinsam stellten wir fest, dass es im Projektgebiet bereits sehr viele Grundlagen und Planungen gibt, die die Ausarbeitung des GE-RM erleichtern und natürlich auch den Zeit- und Kosten aufwand senken.

Ausblick und Zeitplan

Wir liegen mit dem GE-RM Isel-Drau gut im Zeitplan. Die Bestandserhebungen starteten 2019 und konnten im 1. Halbjahr 2020 abgeschlossen werden. Im Herbst 2020 folgt die Entwicklung eines Leitbildes, das die Ziele für Isel und Drau festlegt. Im Winter und Frühjahr 2021 beginnen wir dann mit der Erstellung des Maßnahmenkonzeptes. Dazu werden die betroffenen Gemeinden und Stakeholder einbezogen. Zum Abschluss werden wir das Ergebnisse – das GE-RM Maßnahmenkonzept – der interessierten Öffentlichkeit vorstellen.

„Essentiell für die effektive Abwicklung eines GE-RM sehe ich die Abstimmung mit den betroffenen Fachdienst-stellen bereits im Zuge der Vorstudie.“

Dipl.-Ing. Dr. Lukas Umach, Abteilung Wasserwirtschaft Land Tirol