Ziele des LIFE IRIS Projekts

IRIS verfolgt für eine Dauer von 9 Jahren folgende Ziele:

Ziel 1: Strategische Planung für eine koordinierte Umsetzung von Nationalem Gewässerbewirt­schaftungsplan und Hochwasserrisik­omanagementplan

In sieben IRIS-Pilotgebieten werden GE-RM-Planungsprozesse durchgeführt. Die daraus gewonnenen Erfahrungen fließen in die Weiterentwicklung des bestehenden GE-RM-Leitfadens und in eine bundesweite Strategie für künftige GE-RM-Planungen in Österreich ein.

Ziel 2: Erarbeitung von akkordierten Maßnahmenkonzepten für IRIS-Pilotgebiete

Jedes IRIS-Pilotgebiet erhält ein kosteneffizientes und interdisziplinär abgestimmtes Maßnahmenkonzept. Der Fokus liegt auf Maßnahmen mit Mehrwert für Gewässerökologie und Hochwasserschutz. In vielen Fällen profitieren auch Naherholung und Naturschutz.

Ziel 3: Planung und Bau von ausgewählten morphologischen Maßnahmen in den IRIS-Pilotregionen

Liegen die Maßnahmenkonzepte vor, werden in den IRIS-Pilotgebieten auch erste integrative Maßnahmen umgesetzt. Im Mittelpunkt stehen Projekte, die sowohl zu den ökologischen Zielen der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) als auch zur Verbesserung des Hochwasserschutzes beitragen – beispielsweise Aufweitungen des Gewässerbettes in Kombination mit strukturellen Verbesserungen. Die konkrete Auswahl der Maßnahmen erfolgt im Rahmen des GE-RM Planungsprozesses.

Ziel 4: Neue Ansätze für ein integratives Monitoring

Neben dem üblichen Monitoring der biologischen und abiotischen Qualitätselemente werden im IRIS-Projekt auch Methoden entwickelt und erprobt, die die sozioökonomischen und soziokulturellen Wirkungen von Flussrenaturierungen und deren Ökosystemleistungen beleuchten.

Ziel 5: Capacity Building

Das Planungsinstrument GE-RM soll künftig in ganz Österreich zur Anwendung kommen. Im Rahmen des IRIS-Projektes werden die dafür notwendigen Kapazitäten auf Bundes- und Landesebene entwickelt. In regelmäßigen Vernetzungstreffen erfolgt ein Austausch über unterschiedliche fachliche und organisatorische Aspekte zwischen den beteiligten Verwaltungsorganisationen und Sektoren. Dies schafft einen breiten Pool an Expertinnen und Experten für integrative Flussraumplanung in Österreich.

Ziel 6: Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung

Das IRIS-Projekt möchte Bewusstsein dafür schaffen, dass Hochwasserschutz und Gewässerökologie kein Widerspruch sein müssen. Die Einbindung von Bevölkerung und Interessensgruppen in den Planungsprozess soll die Akzeptanz der Planungsergebnisse erhöhen und mögliche Konflikte bei der Maßnahmensetzung schon im Vorfeld abbauen.

Projektplanung und -struktur

Das IRIS-Projekt ist für 9 Jahre angelegt und umfasst 4 Phasen. Derzeit läuft die 1. Projektphase, die 2021 endet. Den Schwerpunkt der ersten Phase bildet die Ausarbeitung der GE-RM-Konzepte in den Pilotregionen. In den Projektphasen 2 (2022-2023) und 3 (2024-2025) werden die flussbaulichen Maßnahmen im Detail geplant und umgesetzt. In der abschließenden Projektphase 4 (2026-2027) werden die Projektergebnisse zusammengefasst und evaluiert. Auf Basis der Erkenntnisse aus dem IRIS-Projekt werden schließlich der Leitfaden für die Erstellung von Gewässerentwicklungs- und Risikomanagementkonzepten überarbeitet und Empfehlungen für die künftige Anwendung von GE-RM-Planungen in Österreich abgeleitet.

Enns-Salzburg: Flussabschnitt mit kleinen Schotterinseln, umgeben von Wiesen und einem Dorf. Menschen stehen auf Brücke, einige stehen im Fluss oder gehen entlang spazieren.